Mixing & Matching: Der Kreativität freien Lauf lassen

Eines der großartigen Dinge am aktuellen Trend des Mix & Match-Designs ist, dass es äußerst flexibel ist und sich in wirklich jedem Zuhause integrieren lässt. Mit diesem Einrichtungsstil kann man seine Räume immer auf dem neusten Stand halten, muss aber kein Vermögen dafür ausgeben. Mix und Match besteht auf dem einfachen Prinzip, einer neutralen Grundausstattung, die je nach Lust und Laune mit Statement-Stücken angepasst werden kann. Oft wird die Grundlage erreicht, indem farblose Wände mit stilvollem und relativ kostengünstigem Laminatboden kombiniert werden, und der Innenraum dann mit Keynote-Ergänzungen versehen wird. In der Tat kann die richtige Einbeziehung verschiedener Stilelementen das Raumdesign aufwerten und gleichzeitig modern, praktisch sowie auch etwas nostalgisch wirken lassen. Unser Zuhause kann und soll die individuelle Persönlichkeit widerspiegeln, denn es gibt kein festgelegtes Design, dass hinreißend​er sein könnte als unsere Fantasie.

Systematisches Mischmasch bevorzugt

Beim Mischen von verschiedenen Designstilen kann ein wildes Durcheinander ein schwerwiegender Fehler sein. Übermotivierte Designer versuchen oft, mehrere Ästhetiken gleichermaßen darzustellen, was letztendlich zu einem überfüllten Raum führt. Zum Glück steht uns jedoch eine wunderbare Geheimwaffe zur Verfügung! Man sollte die Funktionalität als oberste Priorität festlegen. Dies bedeutet, dass funktionale Elemente wie Möbel zum Mittelpunkt des Raumes werden. Während jedes Zimmer ästhetische Akzente braucht, sollten diese gegenüber den funktionalen Gegenständen in den Hintergrund treten. Im Idealfall wird der Zweck des Raumes auf den ersten Blick klar.

Die goldene 80/20 Regel beachten

Bei einem gemischten​ Einrichtungsstil sollte man vor allem sicherstellen, dass die verwendeten Designstile zusammenarbeiten, anstatt gegeneinander zu rivalisieren. Hierfür sollte man für jeden Raum einen Hauptstil festlegen und danach strikt daran festhalten. Am besten funktioniert die 80/20-Regel. Diese lautet: 80% Hauptaugenmerk des Raumdesigns wird auf einen bestimmten Stil gelegt. Diese Wahl sollte sich auf die Farben, Möbel und Beleuchtung beziehen. Es sollte verständlicherweise der Stil sein, mit dem man sich am stärksten identifiziert. Der zweite und vielleicht sogar dritte Stil wird eher eine Hintergrundrolle übernehmen. Diese sollten ungefähr 20% des Gesamtdesigns ausmachen. Akzentelemente wie Statement-Möbelstücke, mutige Beleuchtungskörper und auffällige Wandkunst sind alle ausgezeichnete Optionen, um diese Rolle zu erfüllen.

Gemeinsamkeiten finden und verbinden

Jeder Raum sollte Designelemente enthalten, die gemeinsame Nenner besitzen, um sie zusammenzuführen. Dies ist besonders wichtig, wenn man versucht, zwei völlig unterschiedliche Ästhetiken zu kombinieren, die nicht von Natur aus zusammenpassen. Die erfolgreichsten Hybriddesigns sind solche, die angeborene Ähnlichkeiten aufweisen. Japandi zum Beispiel ist eine Mischung aus japanischem und skandinavischem Design. Obwohl diese Stile scheinbar gegensätzlich sind, sind beide für ihre funktionale Einfachheit bekannt. Bei allen Stilen lässt sich ein gemeinsamer Nenner finden. Manchmal scheint es auf den ersten Blick schwierig, schlussendlich ist es aber immer möglich. Beim Mischen und Kombinieren verschiedener Looks bietet häufig ein gemeinsamer Farbton die Lösung.

Mutig sein

Wenn man versucht, ein gemischtes Design zu erstellen, gibt es oftmals ein bestimmtes Element, das einfach nicht zum Rest des Looks passt. Anstatt jedoch zu versuchen, dieses Stück zu verstecken, ist es ratsam, den Spieß umzudrehen. Das Charakterstück darf hervorstechen! Wenn es sich um ein Möbelstück handelt, kann man die restlichen Möbel im Raum subtil in diese Richtung neigen. Sollte es sich um ein spezielles Kunstwerk oder einen auffälligen Spiegel handeln, wird das Objekt an prominenter Stelle platziert und vielleicht sogar mit einer speziellen Beleuchtung hervorgehoben. Was auch immer du wählst, achte darauf, eine Farbe aus dem Stück hervorzuheben, und verwende für die Accessoires im Raum den gleichen Farbton, um eine harmonische Ästhetik zu erzielen.​

Ist die Integration von Holz eine gute Idee?

Von allen Materialien ist Holz möglicherweise das am meisten gefürchtete. Aber es ist längst nicht so kompliziert, wie viele Leute denken. Eine Sache, auf die man achten sollte, sind die natürlichen Untertöne. Man sollte diese möglichst einheitlich auswählen, damit Sie keinen Tonkonflikt verursachen. Hier sollte strikt zwischen kühlen und warmen Tönen unterschieden werden. Des Weiteren sollten Holzmöbel und Accessoires immer mit etwas Abstand voneinander​ platziert werden, um dem Auge eine Pause zu geben. Es ist eine gute Idee, einen Teppich unter den Holztisch zu legen, damit ein visueller Unterbruch zu dem Holzboden entsteht. Dies lässt zusätzlichen Spielraum für die Wahl von Mustern und Farben. Das Kombinieren von Holz mit Weiß ist eine klassische Designtechnik, die definitiv Harmonie in jeden bunten Wohnraum bringt.

Schlussendlich gibt es keinen festgelegten Weg, um verschiedene Möbeltypen und Designs zu kombinieren. Dein Auge wird dich leiten, denn am wichtigsten ist es, dass du dich in deinen eigenen vier Wänden wohl fühlst. Finde einige starke Lieblingsstücke, experimentiere mit dem restlichen Look und achte besonders auf die Details, dann kann gar nichts schiefgehen.

 

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